Im Walgau Gemeinden gemeinsam
Titelbild

Schnifis

PanoramaWinterSommer in Schnifis

Wohnen als Lebensgefühl

Ob man vom Arlberg kommt oder vom Bodensee, wenn man mitten im Walgau den Blick auf die sonnendurchfluteten Hänge richtet, entdeckt man ein sanft in die Hügellandschaft eingebettetes Dorf, das schon durch seine Lage zum Hinauffahren einlädt. Am Ortseingang ein Zimmereibetrieb, am Ortsende eine kleine Gewerbezone, dazwischen durch und durch dörfliche Struktur, hat sich Schnifis in den letzten Jahrzehnten zu einer lebenswerten Wohngemeinde für 800 Bürger entwickelt. Wohnen ist hier ein Grundgefühl, das die Gemeinde mit einer gut ausgebauten Infrastruktur zu stärken sucht. Nicht jedes Dorf dieser Grössenordnung kann sich heute noch über eine Bank, ein Adeg-Geschäft, eine Postservicestelle und zwei Gastbetriebe freuen. Das Aushängeschild von Schnifis, die Sennerei, produziert einen der besten Bergkäse des Landes und stellt mit dem betriebseigenen Geschäft den zweiten Nahversorger mit durchwegs Vorarlberger Naturprodukten im Sortiment.

Die Qualität als Wohnort wird auch durch hochwertige Handwerksbetriebe und ein lebendiges Vereinsleben geprägt. Eine schöne Sportanlage mitten im Dorf mit Fussballplatz, Tennisclub, Beachvolleyball und Kinderspielplatz ist in der warmen Jahreszeit Treffpunkt für Jung und Alt.

Bekannte und berühmte Schnifner

Nicht immer war unser Dorf ein so angenehmer Aufenthaltsort. Unter den Montforter Jagdberg-Grafen, die in erster Linie an ihrem eigenen Wohl interessiert waren, war das Leben der Untertanen geprägt von Leibeigenschaft, Frondienst, Armut und Sorge ums tägliche Brot.

Dennoch erblickte in dieser Zeit (1633 - 1702) der bedeutendste Barockdichter Österreichs in Schnifis das Licht der Welt: Johann Martin, der als Wanderbühnenschauspieler durch die Lande zog und nach einer schweren Krankheit geläutert als Pater Laurentius von Schnüffis unvergängliche Werke in Dichtung und Musik schuf.

Seine Wurzeln in Schnifis hat auch ein anderer begnadeter Musiker mit Hang zum Experimentieren - Gerold Amann (geb. 1937).

Wenn man auf die Frage, woher man sei, antwortet: "I kumm vo Schnüfis", so wird dies oft mit dem talwärts liegenden Schlins verwechselt. Sobald man jedoch das ehemalige Kurhotel " Bad Schnifis" erwähnt, ist allen Vorarlbergern der Standort deines Dorfes klar. In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts kannten die Vorarlberger Schnifis als Heimatort der wohl berühmtesten Köchin des Landes, Fanni Amann. Töchter aus gutem Haus wurden zum Erlernen der höheren Kochkunst ins "Schnifner Bädle" geschickt, um am Heiratsmarkt zu punkten.

(Text: Marcella Leiggener)

Kontakt

Gemeinde Schnifis
Bürgermeister Ing. Anton Mähr
Jagdbergstrasse 200
6822 Schnifis
Tel: 05524 85 15
Fax: 05524 85 15-20
E-Mail: gemeinde@schnifis.at
www.schnifis.at

alle Gemeinden