der Masterplan

Der Masterplan

Im Walgau wurde die Entscheidung getroffen, einen umsetzungsorientierten Planungsprozess zu verfolgen. Der Regionalentwicklungsprozess konzentriert sich zu Beginn auf erste konkrete Projekte und einem Entwurf von Leitsätzen, in weiterer Folge wird ein regionales Entwicklungskonzept ausgearbeitet.

Grafik Masterplan Regionalentwicklung

Beginn des Regionalentwicklungsprozesses

Der Regionalentwicklungsprozess begann mit einer ersten Tranche von Projekten, die von der Walgaukonferenz entschieden wurden (Details im Protokoll der 2. Walgaukonferenz). Im weiteren Verlauf des Prozesses kristallisierten sich in den Walgauforen, Workshops und Einzelgesprächen weitere wichtige Themen heraus.

Nach dem ersten Jahr kann man für den Prozess folgenden Themenkanon definieren:

  1. Was machen wir mit den Flächen im Talgrund?
  2. Was machen wir mit der Kulturlandschaft an den Berghängen?
  3. Wie beteiligen wir die Menschen an der Entwicklung?
  4. Wie verbreitern wir die wirtschaftliche Basis der Region?
  5. Wie verbessern wir die Angebote in der Region?
  6. Wie erreichen und festigen wir das Walgau- Denken?

Stärken und Schwächen des gewählten Vorgehens

Dieses Vorgehen ermöglicht ein langsames Weiterentwickeln der bestehenden Zusammenarbeit. Begründet wird dies damit, dass im Walgau bereits eine sehr hohe Kooperationsdichte besteht – einzelne Gemeinden haben bis zu 20 gemeindeübergreifende Kooperationen vorzuweisen – und allgemein mit dem Wunsch nach einem pragmatischen Vorgehen, das von einigen zentralen Akteuren durchaus als Teil einer ‚Walgau- Mentalität' betrachtet wird.

Mit erfolgreichen Projekten kann sich der Regionalentwicklungsprozess eine breite Legitimation verschaffen. Erfolgserlebnisse helfen beim Aufbau von Vertrauen, das für schwierigere Entscheidungen benötigt wird. Durch das langsame ‚Einüben’ der Kooperation wächst die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und gewinnt Schritt für Schritt mehr ‚Normalität’ in der Region.

Für die Projekte hat dieses Vorgehen aber einige Implikationen, denn der Grundkonsens (der bei der Erarbeitung eines Regionalentwicklungskonzepts entwickelt wird) ist anfangs noch schwächer. Zwar ist bei den Bürgermeistern ein deutlicher Wille zur Zusammenarbeit spürbar. Nicht alle sind jedoch gewillt oder aus gemeindepolitischen Gründen dazu in der Lage, für das eine oder andere Projekt in Vorleistung zu gehen, ohne zu wissen, ob dann später im Prozess auch Projekte ihrer Gemeinde vorangebracht werden. Es muss zumindest erkennbar sein, dass der Prozess ‚keine Einbahnstraße ist’.

Das bedeutet auch, dass nicht alle Projekte auf Anhieb gelingen. In der ersten Phase der Zusammenarbeit lassen sich eher die gemeinsame Freizeitkarte oder Regionalwährung durchsetzen als die gemeinsame Bauverwaltung oder das regionale Einzelhandels- und Stadtentwicklungskonzept. 

Gleichzeitig bevorzugen verschiedene Entscheidungsträger auch verschiedene Strategien der Zusammenarbeit. Es gibt einerseits die Auffassung, dass jede Gemeinde vorangehen kann und die anderen sind eingeladen, mitzukommen. Dem liegt die Philosophie zugrunde, dass man aktive Gemeinden / Menschen nicht in ihren Aktivitäten bremsen soll. Es gibt andererseits den ebenfalls berechtigten Wunsch, dass größere Projekte hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die ganzen Walgau- Gemeinden diskutiert werden müssen. Diese unterschiedlichen Erwartungen müssen auf dem Weg zu einem gemeinsamen Willensbildungsprozess immer wieder diskutiert werden.

Kofinanziert aus EFRE-Mitteln im Rahmen des EU-Programms "regionale Wettbewerbsfähigkeit 2000-1013"

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