Im Walgau Gemeinden gemeinsam
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Forschungsprojekt "Migration im Walgau seit dem 18. Jhd bis 1914"

Mut und Verzweiflung – Oberländer Migrationen seit dem 18. Jahrhundert – Erst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist Vorarlberg ein Einwanderungsland. Im 18. und 19. und bis weit ins 20. Jahrhundert war es umgekehrt. Vorarlberg war Auswanderungsland. Ein Umstand kennzeichnet aber alle Menschen, die ihr Glück in der Fremde suchen: sie sind getrieben von Not und geleitet von Hoffnung.

Auswanderer

Woher kamen die Menschen, die es zu uns zog und wohin gingen unsere Landsleute? – Wie wurden wir, was wir heute sind? Eine umfassende Darstellung der Migration im Walgau und die Sichtbarmachung einzelner Migrantenschicksale war das Ziel des Forschungsprojekts von Mag. Dieter Petras im Rahmen der Regio Im Walgau. Die Forschungsarbeit liegt in unserer Geschäftsstelle auf.

Unser tägliches Brot ... – Die Ein- und Auswanderung im Vorarlberger Oberland seit dem 18. Jahrhundert

Viele unserer Vorfahren suchten ihr Glück in der Fremde. Armut und Verzweiflung, Hoffnung und Wagemut, Behördenwillkür, Abenteuerlust oder einfach Hunger: mannigfaltige Gründe standen am Beginn jeder Reise in eine – hoffentlich – bessere Zukunft. Umgekehrt suchten aber auch viele Menschen ihr Glück bei uns. Migrationen und Migrantenschicksale seit dem 18. Jahrhundert stehen im Fokus der wissenschaftlichen Arbeit von Dr. Dieter Petras im Rahmen eines Forschungsprojekts der Regio Im Walgau.

Bericht im Walgaublatt v. März 2017
Forschungsarbeit Migration bis 1914, Walgau-TV-Beitrag v. Juli 2014

Die Auswanderung im Walgau von 1700 bis 1914, Dokumentation und Analyse, 2015:
Teil A (pdf mit 414 Seiten, 8.3 MB)
Teil B (pdf mit 148 Seiten, 2.8 MB)

Aufarbeitung der regionalen Auswanderungsgeschichten

Die Entwicklung einer Gesellschaft wird wesentlich von den Aus- und Einwanderern beeinflusst. Während der Walgau bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein klassisches „Auswanderer-Gebiet“ war, kam es in Folge der Industrialisierung in späteren Jahren zu regelrechten Einwanderungswellen. Um solche Entwicklungen zu verstehen und daraus Schlüsse ziehen zu können, wie die Rahmenbedingungen für ein harmonisches Zusammenleben in Zukunft aussehen können, hat die Regio Im Walgau eine Forschungsarbeit in Auftrag gegeben: Die Auswanderung aus dem Walgau von 1700 bis 1914 wurde gezielt untersucht.

Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit, darunter viele Biographien von Auswanderinnen und Auswanderern aus allen Gemeinden des Walgaus, sollen ab Mitte 2019 der Bevölkerung auf vielfältige Art und Weise vermittelt werden: Eine Wanderausstellung dokumentiert die Geschichte der Auswanderung aus dem Walgau und soll gleichzeitig zum Nachdenken über gegenwärtige Migrationsphänomene anregen, zur Ausstellung findet ein umfangreiches Rahmenprogramm statt.